{"id":216,"date":"2026-11-04T07:44:30","date_gmt":"2026-11-04T06:44:30","guid":{"rendered":"https:\/\/mspbusiness.com\/de\/it-nachrichten\/patchwork-mittwoch-4-november\/"},"modified":"2026-11-04T07:45:51","modified_gmt":"2026-11-04T06:45:51","slug":"patchwork-mittwoch-4-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mspbusiness.com\/de\/security\/patchwork-mittwoch-4-november\/","title":{"rendered":"Patchwork \u2013 Mittwoch, 4. November"},"content":{"rendered":"<p id=\"top\"><strong>Diese Ausgabe beginnt mit einem gekaperten Update-Kanal: \u00dcber cPGuard gelangte eine Backdoor auf Tausende Hosting-Server. Au\u00dferdem werden Node-RED-Installationen aktiv \u00fcbernommen, Barracuda warnt vor zwei verkettbaren L\u00fccken in seinen Gateways, und CISA hat die WordPress-Update-L\u00fccke aus der Ausgabe vom Samstag als aktiv ausgenutzt best\u00e4tigt.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#cpguard\">Update-Kanal von cPGuard gekapert: Backdoor und Datendiebstahl auf Tausenden Hosting-Servern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#nodered\">Node-RED: Angreifer nutzen kritische L\u00fccke aus und platzieren Linux-Bot und Webshells<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#barracuda\">Barracuda warnt vor zwei verkettbaren L\u00fccken, die Root-Zugriff auf E-Mail- und Web-Gateways erm\u00f6glichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#wordpress\">WordPress-Update-L\u00fccke: CISA best\u00e4tigt Ausnutzung und nimmt sie in den KEV-Katalog auf<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4 id=\"cpguard\">Update-Kanal von cPGuard gekapert: Backdoor und Datendiebstahl auf Tausenden Hosting-Servern<\/h4>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; margin: 0.5em 0 1em;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Schwachstelle<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Gekaperter Update-Kanal von cPGuard (OpsShield), einer Sicherheitssuite f\u00fcr Linux-Hosting-Server. Die Versionen 5.88.12 bis 5.88.19 enthalten ein b\u00f6sartiges Skript, das eine Backdoor installiert und Daten stiehlt. Ursache sind gestohlene Zugangsdaten f\u00fcr das Update-CDN; ein Softwarefehler liegt nicht vor<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVE-Nummer<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Keine CVE vergeben<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Aktiv ausgenutzt<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Ja, die b\u00f6sartigen Updates wurden ab dem 2. November 2026, 02:06 Uhr UTC, ausgeliefert; OpsShield meldete den Vorfall am 3. November<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Patch verf\u00fcgbar<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Ja, Version 5.88.25 oder neuer entfernt die Backdoor und das Skript. Anschlie\u00dfend m\u00fcssen Passw\u00f6rter, Datenbank-Zugangsdaten, Cloud-Secrets und SSH-Schl\u00fcssel ersetzt werden<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Wie wurde die L\u00fccke ausgenutzt?<\/strong><\/p>\n<p>Laut dem niederl\u00e4ndischen Sicherheitsportal <a href=\"https:\/\/www.security.nl\/posting\/960178\/Linux-servers+met+securitysoftware+cPGuard+via+update+besmet+met+malware?channel=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Security.nl<\/a> verschaffte sich ein Angreifer mit kompromittierten Zugangsdaten Zugriff auf das Update-CDN von OpsShield. Server, die w\u00e4hrend des Angriffsfensters aktualisiert wurden, erhielten ein Skript, das eine Backdoor platzierte und Linux-Passwort-Hashes, die Konfiguration des MariaDB- und MySQL-Root-Benutzers, die Shell-History von root sowie die SSH-Dateien von root sammelte. Die Beute ging an den Lizenzserver von OpsShield. <a href=\"https:\/\/www.bleepingcomputer.com\/news\/security\/hackers-hijack-cpguard-autoupdate-to-deploy-backdoor-steal-data\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BleepingComputer<\/a> berichtete \u00fcber denselben Vorfall. OpsShield gibt an, die Verbreitung innerhalb von 12 Stunden gestoppt zu haben.<\/p>\n<p><strong>Was kann die Folge sein?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Sprecher von OpsShield nennt laut BleepingComputer 2.946 betroffene Server mit 32 Dateien pro Kunde; auch die Billing-Datenbank wurde kopiert. OpsShield kann nicht best\u00e4tigen, dass jeder Server das Skript ausgef\u00fchrt hat, da Update-Pr\u00fcfungen in Intervallen stattfinden. Betreiben Sie cPGuard auf Shared-Hosting- oder cPanel-Servern, k\u00f6nnen Root-Geheimnisse abgeflossen sein. F\u00fcr MSPs, die Hosting-Umgebungen von Kunden verwalten, ist das ein unmittelbarer Anlass zu pr\u00fcfen, was mitgelesen wurde.<\/p>\n<p><strong>Was sollten IT-Administratoren jetzt tun?<\/strong><\/p>\n<p>Aktualisieren Sie jeden cPGuard-Server auf Version 5.88.25 oder neuer. Gehen Sie davon aus, dass Daten abgeflossen sind, wenn am 2. oder 3. November eine Version zwischen 5.88.12 und 5.88.19 eingespielt wurde: Ersetzen Sie Root- und Benutzerpassw\u00f6rter, Datenbank- und Cloud-Secrets sowie SSH-Schl\u00fcssel. OpsShield arbeitet an einem separaten Update, das zuvor installierte Support-Zugangsschl\u00fcssel entfernt. Mehr zum Vorgehen findet sich auch bei <a href=\"https:\/\/thehackernews.com\/2026\/11\/cpguard-update-channel-hijacked-to.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Hacker News<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">top ^<\/a><\/p>\n<h4 id=\"nodered\">Node-RED: Angreifer nutzen kritische L\u00fccke aus und platzieren Linux-Bot und Webshells<\/h4>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; margin: 0.5em 0 1em;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Schwachstelle<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Fehlende Authentifizierung in der HTTP-Schnittstelle von Node-RED, \u00fcber die ein Angreifer aus der Ferne und ohne Anmeldung Flows anlegen und Code ausf\u00fchren kann. Siemens warnte im August vor Industrial-OS-Ger\u00e4ten mit Node-RED vor V4.3.4.1, darunter das SIMATIC IoT2050 Advanced<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVE-Nummer<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">CVE-2026-58115<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVSS-Score<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">10,0 (Bewertung von Siemens)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Aktiv ausgenutzt<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Ja, VulnCheck beobachtete den ersten vollst\u00e4ndigen Exploit am 30. Oktober 2026. Die L\u00fccke steht im KEV-Katalog von VulnCheck; CISA hatte sie zum Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung der Meldung noch nicht aufgenommen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Patch verf\u00fcgbar<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Ja f\u00fcr Siemens Industrial OS: V4.3.4.1 oder neuer. F\u00fcr andere Node-RED-Installationen gilt: mit Authentifizierung (adminAuth) absichern und nicht direkt dem Internet aussetzen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Wie wurde die L\u00fccke ausgenutzt?<\/strong><\/p>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/www.helpnetsecurity.com\/2026\/11\/03\/node-red-cve-2026-58115-exploitation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Help Net Security<\/a> fing ein Canary von VulnCheck am 30. Oktober einen kompletten Exploit in einer einzigen POST-Anfrage ab. Dieser platzierte einen Flow, der automatisch lief und \u00fcber Inject- und Exec-Nodes ein Binary namens bot-linux-amd64 herunterlud, versteckt an einem Speicherort im Arbeitsspeicher. Sp\u00e4tere Anfragen lieferten ein Shell-Skript, eine als Kernel-Worker-Thread getarnte Datei sowie Webshells. Die Quelladresse aus einem Microsoft-Adressbereich, der auf Brasilien verweist, unternahm zwischen dem 30. Oktober und dem 1. November 16 Versuche. VulnCheck spricht von opportunistischem Massenscanning. Auch <a href=\"https:\/\/www.security.nl\/posting\/960224\/Node-RED+servers+via+kritieke+kwetsbaarheid+ge%C3%AFnfecteerd+met+malware?channel=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Security.nl<\/a> berichtete \u00fcber die Angriffe.<\/p>\n<p><strong>Was kann die Folge sein?<\/strong><\/p>\n<p>Der Bot verschwindet nach einem Neustart, sofern er sich nicht selbst persistent macht, die Webshells bleiben jedoch bestehen. Ein Angreifer verf\u00fcgt auf dem Server \u00fcber die h\u00f6chsten Rechte. Node-RED l\u00e4uft h\u00e4ufig auf IoT-Gateways, in der Geb\u00e4udeleittechnik und in industriellen Umgebungen. Bei MSPs mit solchen Kunden kann eine vergessene Instanz daher zum Einfallstor ins Kundennetzwerk werden.<\/p>\n<p><strong>Was sollten IT-Administratoren jetzt tun?<\/strong><\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie, ob Node-RED von au\u00dferhalb des Netzwerks erreichbar ist, auch in OT-Umgebungen. VulnCheck warnt, dass Instanzen ohne adminAuth automatisch gefunden und ausgenutzt werden. Installieren Sie verf\u00fcgbare Updates, suchen Sie nach den Indikatoren aus dem VulnCheck-Beitrag und pr\u00fcfen Sie auf unbekannte Flows und Webshells.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">top ^<\/a><\/p>\n<h4 id=\"barracuda\">Barracuda warnt vor zwei verkettbaren L\u00fccken, die Root-Zugriff auf E-Mail- und Web-Gateways erm\u00f6glichen<\/h4>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; margin: 0.5em 0 1em;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Schwachstelle<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Zwei Schwachstellen in Barracuda-Appliances: ein Authorization Bypass im Email Security Gateway (ESG) und eine Command Injection in ESG, Load Balancer ADC, Message Archiver, WAF Control Center, Web Application Firewall und Web Security Gateway. Zusammen erm\u00f6glichen sie Root-Zugriff<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVE-Nummer<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">CVE-2026-116606 (Authorization Bypass, nur ESG) und CVE-2026-111560 (Command Injection)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVSS-Score<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">9,3 f\u00fcr CVE-2026-116606 und 8,6 f\u00fcr CVE-2026-111560<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Aktiv ausgenutzt<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Nein, Barracuda und The Hacker News melden keine Ausnutzung in freier Wildbahn<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Patch verf\u00fcgbar<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Ja. F\u00fcr ESG: BNSF-40425 (ab Firmware 9.4.017) und BNSF-40430 (\u00e4lter als 9.4.017); au\u00dferdem BNADC-16586 (Load Balancer ADC und WAF), BNMA-32468 (Message Archiver), BNWF-60060 (WAF Control Center) und BNYF-24789 (Web Security Gateway)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Wie kann die Schwachstelle ausgenutzt werden?<\/strong><\/p>\n<p>Laut dem <a href=\"https:\/\/trust.barracuda.com\/security\/pre-authentication-authorization-bypass-command-injection\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Advisory von Barracuda<\/a> f\u00fchren die beiden L\u00fccken nur in Kombination zu Root-Zugriff: Zun\u00e4chst werden die Autorisierungspr\u00fcfungen umgangen, anschlie\u00dfend werden Befehle ausgef\u00fchrt. Ein Angreifer ben\u00f6tigt daf\u00fcr Zugriff auf die Verwaltungsoberfl\u00e4che des Ger\u00e4ts. Das Advisory nennt keinen Entdecker. Barracuda spricht von einer Pre-Authentication-L\u00fccke, w\u00e4hrend dieselbe Seite auch Administratorrechte erw\u00e4hnt \u2013 kl\u00e4ren Sie daher mit Barracuda, wie es sich genau verh\u00e4lt. <a href=\"https:\/\/thehackernews.com\/2026\/11\/barracuda-flaws-could-be-chained-to.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Hacker News<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bleepingcomputer.com\/news\/security\/barracuda-warns-of-critical-flaws-allowing-root-access-to-devices\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BleepingComputer<\/a> berichteten bereits am 3. November \u00fcber die Warnung.<\/p>\n<p><strong>Was kann die Folge sein?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Angreifer mit Root-Rechten auf einem E-Mail-Gateway oder einer Web Application Firewall sieht den Datenverkehr aller dahinterliegenden Kunden und kann das Ger\u00e4t als Sprungbrett nutzen. Barracuda-Ger\u00e4te stehen bei vielen niederl\u00e4ndischen MSPs und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen am Netzwerkrand.<\/p>\n<p><strong>Was sollten IT-Administratoren jetzt tun?<\/strong><\/p>\n<p>Sorgen Sie daf\u00fcr, dass Verwaltungsoberfl\u00e4chen niemals aus dem Internet erreichbar sind, und beschr\u00e4nken Sie sie auf vertrauensw\u00fcrdige interne Netzwerke. Installieren Sie den Patch f\u00fcr Ihr Produkt. Liegt die Firmware mehrere Versionen zur\u00fcck, sind laut Barracuda m\u00f6glicherweise mehrere Updates erforderlich.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">top ^<\/a><\/p>\n<h4 id=\"wordpress\">WordPress-Update-L\u00fccke: CISA best\u00e4tigt Ausnutzung und nimmt sie in den KEV-Katalog auf<\/h4>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; margin: 0.5em 0 1em;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Schwachstelle<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">TOCTOU-Race-Condition im Update-Prozess von WordPress Core. W\u00e4hrend eines vollst\u00e4ndigen Core-Updates liegen Dateien kurzzeitig in einem vorhersehbaren Verzeichnis unter wp-content\/upgrade, wo ein Angreifer Code ausf\u00fchren lassen kann. Betroffen sind unter anderem 7.1.0 bis 7.1.3 und 7.0.0 bis 7.0.7<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVE-Nummer<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">CVE-2026-119977<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVSS-Score<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">8,1 (Wordfence als CNA)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Aktiv ausgenutzt<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Ja, CISA hat die Schwachstelle am 3. November 2026 in den KEV-Katalog aufgenommen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Patch verf\u00fcgbar<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Ja, 7.1.4 f\u00fcr den 7.1-Zweig und 7.0.8 f\u00fcr den 7.0-Zweig; auch \u00e4ltere Zweige haben einen Fix erhalten, etwa 6.9.11 und 6.8.12<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Was ist neu?<\/strong><\/p>\n<p>Diese L\u00fccke war bereits Thema in <a href=\"https:\/\/mspbusiness.com\/security-en-privacy\/patchwork-zaterdag-31-oktober\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Patchwork-Ausgabe vom Samstag, 31. Oktober<\/a>, damals noch ohne CVE-Nummer und mit Ausnutzungsversuchen kurz nach dem Patch. Neu ist, dass CISA sie inzwischen als <a href=\"https:\/\/www.cisa.gov\/news-events\/alerts\/2026\/11\/03\/cisa-adds-one-known-exploited-vulnerability-catalog\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aktiv ausgenutzte Schwachstelle<\/a> in den Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen hat.<\/p>\n<p><strong>Wie kann die Schwachstelle ausgenutzt werden?<\/strong><\/p>\n<p>Bei einem vollst\u00e4ndigen Update entpackt WordPress die neuen Dateien in ein vorhersehbares Verzeichnis unter wp-content\/upgrade, das auf vielen Servern \u00fcber das Web erreichbar ist. Ruft ein Angreifer die Installationsdatei in dieser Staging-Kopie im richtigen Moment auf, kann er damit PHP-Code ausf\u00fchren. Dieses Zeitfenster dauert meist nur Sekunden, weshalb Angreifer wiederholt pollen. Laut der Analyse von <a href=\"https:\/\/www.rescana.com\/post\/wordpress-core-7-1-4-upgrade-staging-race-rce\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rescana<\/a> registrierte Wordfence in den ersten 21 Stunden mehr als 18.500 Anfragen an Installer-Pfade im Staging-Verzeichnis. Der Fix in 7.1.4 macht den Verzeichnisnamen zuf\u00e4llig und erg\u00e4nzt einen Indexschutz.<\/p>\n<p><strong>Was sollten IT-Administratoren jetzt tun?<\/strong><\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie, ob das Update auf 7.1.4, 7.0.8 oder die Fix-Version des jeweiligen Zweigs tats\u00e4chlich durchgef\u00fchrt wurde, insbesondere bei Websites mit deaktivierten automatischen Updates und bei verwalteten Kunden-Websites. Blockieren Sie zudem in der Serverkonfiguration den Webzugriff auf wp-content\/upgrade\/ und durchsuchen Sie die Logs nach Anfragen an PHP-Dateien in diesem Verzeichnis, unbekannten Administratorkonten und neuen Plugins. Eine PHP-Firewall allein reicht laut Wordfence nicht aus, da die Anfrage WordPress umgeht.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">top ^<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gekaperter Update-Kanal von cPGuard, aktiv ausgenutzte Node-RED-L\u00fccke, zwei verkettbare Barracuda-L\u00fccken und eine WordPress-Update-L\u00fccke, die CISA nun als aktiv ausgenutzt einstuft.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"mspb_bron_id":1169549,"mspb_url_nl":"https:\/\/mspbusiness.com\/security-en-privacy\/patchwork-woensdag-4-november\/","mspb_url_de":"","mspb_url_en":"https:\/\/mspbusiness.com\/en\/security\/patchwork-wednesday-4-november\/","mspb_beeld_url":"https:\/\/mspbusiness.com\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/patchwork-B.png","mspb_beeld_klein":"https:\/\/mspbusiness.com\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/patchwork-B-400x225.png","mspb_auteur":"Redactie","mspb_beeld_alt":"","mspb_video":"","_yoast_wpseo_metadesc":"cPGuard-Update-Kanal gekapert, Node-RED und WordPress aktiv ausgenutzt, Barracuda-L\u00fccken geben Root-Zugriff: die Schwachstellen vom 4. 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