{"id":246,"date":"2026-11-06T07:45:15","date_gmt":"2026-11-06T06:45:15","guid":{"rendered":"https:\/\/mspbusiness.com\/de\/it-nachrichten\/patchwork-freitag-6-november\/"},"modified":"2026-11-06T07:46:37","modified_gmt":"2026-11-06T06:46:37","slug":"patchwork-freitag-6-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mspbusiness.com\/de\/security\/patchwork-freitag-6-november\/","title":{"rendered":"Patchwork \u2013 Freitag, 6. November"},"content":{"rendered":"<p id=\"top\"><strong>Diese Ausgabe beginnt mit einer OpenSSH-L\u00fccke, durch die ein \u00fcberlanges Passwort die Anmeldung auf musl-Linux umgeht, und einer APT-L\u00fccke in Ubuntu, \u00fcber die ein Angreifer im Netzwerk Pakete als root installieren kann. Au\u00dferdem verbreitet ein trojanisierter Webserver von Control Web Panel eine unsichtbare Backdoor, und DigiCert legt Ausweisdokumente von Kunden offen.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#openssh\">OpenSSH warnt vor L\u00fccke, durch die ein langes Passwort die Anmeldung auf musl-Linux umgeht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#apt\">Ubuntu schlie\u00dft APT-L\u00fccke: Angreifer im Netzwerk kann ein b\u00f6sartiges Paket als root installieren lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#cwpdoor\">CWPdoor: Trojanisierter Webserver von Control Web Panel enth\u00e4lt unsichtbare Backdoor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#digicert\">DigiCert legt Daten und Ausweisdokumente von Kunden \u00fcber exponiertes internes System offen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4 id=\"openssh\">OpenSSH warnt vor L\u00fccke, durch die ein langes Passwort die Anmeldung auf musl-Linux umgeht<\/h4>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; margin: 0.5em 0 1em;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Schwachstelle<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Authentifizierungs-Bypass in sshd auf Linux-Systemen mit musl libc (etwa Alpine) ohne PAM. Ein Passwort mit 257 bis 1.024 Byte l\u00e4sst eine Anmeldung bei Konten ohne Passwort (Feld \u201e*\u201c) gelingen. Behoben in OpenSSH 10.6p2<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVE-Nummer<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Noch keine CVE vergeben<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Aktiv ausgenutzt<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Nein, bei Ver\u00f6ffentlichung am 5. November 2026 wurden keine Angriffe gemeldet<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Patch verf\u00fcgbar<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Ja, OpenSSH 10.6p2 sowie Alpine-Pakete f\u00fcr alle Releases bis einschlie\u00dflich 3.16. Alternative: PasswordAuthentication auf \u201eno\u201c setzen und sshd neu starten<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Wie kann die Schwachstelle ausgenutzt werden?<\/strong><\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.openssh.org\/releasenotes.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Release Notes von OpenSSH<\/a> beschreiben eine Umgehung der Passwortauthentifizierung im Portable Release, gemeldet von \u00d6zg\u00fcn K\u00fcltekin von Wakefield. Laut <a href=\"https:\/\/thehackernews.com\/2026\/11\/openssh-issues-emergency-fix-for-flaw.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Hacker News<\/a> schl\u00e4gt die Funktion crypt() unter musl bei Passw\u00f6rtern mit mehr als 256 Byte fehl und gibt \u201e*\u201c zur\u00fcck. Das entspricht dem gespeicherten \u201e*\u201c von Konten ohne Passwort, woraufhin die Anmeldung gelingt. Ein Server ist nur verwundbar, wenn vier Bedingungen gleichzeitig erf\u00fcllt sind: sshd l\u00e4uft ohne PAM, PasswordAuthentication steht auf \u201eyes\u201c (Standard), mindestens ein Konto hat \u201e*\u201c im Passwortfeld und mindestens ein weiteres lokales Konto hat einen $5$- oder $6$-Hash. Auf glibc-Systemen, bei PAM-Authentifizierung und unter OpenWrt mit Dropbear tritt das Problem nicht auf.<\/p>\n<p><strong>Was kann die Folge sein?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Angreifer meldet sich bei Konten an, die f\u00fcr die Schl\u00fcsselauthentifizierung gedacht sind, etwa root unter Alpine. Bei Alpine-Cloud-Images ist das Konto \u201ealpine\u201c betroffen, das passwortloses doas besitzt \u2013 die vollst\u00e4ndige Kontrolle ist damit in Reichweite. Der Forscher empfiehlt, auch OpenWrt, Buildroot und Yocto zu \u00fcberpr\u00fcfen, da diese h\u00e4ufig musl verwenden. F\u00fcr MSPs liegt das Risiko vor allem bei Containern, Cloud-Images und Embedded-Appliances von Kunden.<\/p>\n<p><strong>Was sollten IT-Administratoren jetzt tun?<\/strong><\/p>\n<p>Aktualisieren Sie Alpine mit <code>apk upgrade -U -a<\/code> und starten Sie sshd mit <code>rc-service sshd restart<\/code> neu, denn ein reines Paket-Update l\u00e4sst den laufenden sshd verwundbar. K\u00f6nnen Sie nicht sofort aktualisieren, deaktivieren Sie PasswordAuthentication, pr\u00fcfen Sie die Konfiguration mit <code>sshd -t<\/code> und starten Sie sshd neu. Testen Sie zuvor, ob die Anmeldung per Schl\u00fcssel funktioniert, und halten Sie Ihre aktuelle Sitzung offen. Suchen Sie in \/var\/log\/messages nach \u201eAccepted password for\u201c bei Konten ohne Passwort. L\u00e4sst sich eine Anmeldung nicht ausschlie\u00dfen, betrachten Sie die Maschine als kompromittiert.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">nach oben ^<\/a><\/p>\n<h4 id=\"apt\">Ubuntu schlie\u00dft APT-L\u00fccke: Angreifer im Netzwerk kann ein b\u00f6sartiges Paket als root installieren lassen<\/h4>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; margin: 0.5em 0 1em;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Schwachstelle<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Fehler im HTTP-Backend der APT-Bibliothek, durch den ein Paket installiert wird, obwohl die Signaturpr\u00fcfung fehlschl\u00e4gt. Alle APT-Frontends sind betroffen. Ubuntu 22.04 LTS und neuer sind standardm\u00e4\u00dfig verwundbar, \u00e4ltere Releases nur, wenn Acquire::Retries auf einen Wert gr\u00f6\u00dfer null gesetzt ist<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVE-Nummer<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">CVE-2026-109518<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVSS-Score<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">7,7 (CVSS 4.0, Ubuntu-Einstufung \u201eHigh\u201c)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Aktiv ausgenutzt<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Nein, in den Quellen wird keine Ausnutzung erw\u00e4hnt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Patch verf\u00fcgbar<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Ja, unter anderem apt 2.4.15ubuntu0.1 (22.04), 2.8.4ubuntu0.1 (24.04) und 3.2.1ubuntu0.1 (26.04). F\u00fcr 14.04 bis einschlie\u00dflich 20.04 ist ESM erforderlich<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Wie kann die Schwachstelle ausgenutzt werden?<\/strong><\/p>\n<p>Laut der <a href=\"https:\/\/ubuntu.com\/blog\/apt-vulnerability-fixes-available\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mitteilung von Ubuntu<\/a>, gemeldet von Max Justicz, kann ein Angreifer, der den HTTP-Verkehr zwischen APT und dem Archivserver manipulieren kann, eine angeforderte .deb-Datei durch ein b\u00f6sartiges Exemplar ersetzen. Auch ein b\u00f6sartiger Mirror gen\u00fcgt. Voraussetzung f\u00fcr die Ausnutzung ist, dass APT einen fehlgeschlagenen Download erneut versucht. Snap-Installationen und andere Transportwege als HTTP sind nicht betroffen. Auch die niederl\u00e4ndische Nachrichtenseite <a href=\"https:\/\/www.security.nl\/posting\/960531\/Ubuntu+dicht+APT-kwetsbaarheid+waardoor+aanvaller+root+kan+worden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Security.nl<\/a> berichtet, dass Ubuntu Updates ver\u00f6ffentlicht hat und Debian bereits zuvor Patches herausgab.<\/p>\n<p><strong>Was kann die Folge sein?<\/strong><\/p>\n<p>Installationsskripte von Paketen laufen als root, ein erfolgreicher Angriff verschafft also die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber den Server oder Arbeitsplatz. Das Risiko besteht vor allem in nicht vertrauensw\u00fcrdigen Netzwerken, etwa gemeinsam genutztem WLAN, sowie bei Servern, die \u00fcber einen Proxy oder einen \u00f6ffentlichen Mirror per HTTP aktualisieren.<\/p>\n<p><strong>Was sollten IT-Administratoren jetzt tun?<\/strong><\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie mit <code>apt list --installed '?source-package(^apt$)'<\/code>, ob die gepatchte Version l\u00e4uft. Ubuntu empfiehlt, das Update selbst mit <code>sudo apt update &amp;&amp; sudo apt upgrade -o Acquire::Retries=0<\/code> auszuf\u00fchren, damit sich das Retry-Verhalten w\u00e4hrend des Updates nicht ausnutzen l\u00e4sst. Stellen Sie Archivquellen nach M\u00f6glichkeit von http:\/\/ auf https:\/\/ um und f\u00fchren Sie anschlie\u00dfend <code>apt update<\/code> aus, um zu sehen, ob der Mirror HTTPS unterst\u00fctzt. Mit Unattended Upgrades, seit Ubuntu 16.04 standardm\u00e4\u00dfig aktiviert, kommt der Fix innerhalb von etwa 24 Stunden automatisch an.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">nach oben ^<\/a><\/p>\n<h4 id=\"cwpdoor\">CWPdoor: Trojanisierter Webserver von Control Web Panel enth\u00e4lt unsichtbare Backdoor<\/h4>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; margin: 0.5em 0 1em;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Schwachstelle<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Backdoor \u201eCWPdoor\u201c in einer gef\u00e4lschten Version von cwpsrv, dem Webserver von Control Web Panel (fr\u00fcher CentOS Web Panel). Ein gef\u00e4lschtes Updater-Skript ersetzt die echte Binary (Versionen 1.15.10 und 1.24.0)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVE-Nummer<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Keine CVE vergeben<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Aktiv ausgenutzt<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Ja, XLab entdeckte die Malware am 29. Juni 2026 und kommt zu dem Schluss, dass es echte Opfer gibt; das Ausma\u00df ist unbekannt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Patch verf\u00fcgbar<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Nein, es handelt sich nicht um eine Softwarel\u00fccke. Spielen Sie ein legitimes cwpsrv zur\u00fcck, aktualisieren Sie und rotieren Sie alle Panel-Credentials<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Wie wurde dies ausgenutzt?<\/strong><\/p>\n<p>Forscher von XLab entdeckten die Malware am 29. Juni \u00fcber ein Skript, das sich als Updater ausgibt, schreibt <a href=\"https:\/\/www.bleepingcomputer.com\/news\/security\/hackers-backdoor-linux-servers-using-trojanized-cwp-web-server\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BleepingComputer<\/a>. Im <a href=\"https:\/\/blog.xlab.qianxin.com\/cwpdoor-the-invisible-backdoor-living-inside-control-web-panel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forschungsbericht von XLab<\/a> hei\u00dft es, dass die Backdoor inaktiv bleibt, bis ein Angreifer eine HTTP-Anfrage mit drei speziellen Headern sendet: X-Ngx-Integrity-Data, -Time und -Sig. Die Signatur wird per RSA gepr\u00fcft, Befehle und Ausgaben sind mit AES-256-CBC verschl\u00fcsselt. Anschlie\u00dfend verwischt die Malware ihre Spuren: Dateizeitstempel werden wiederhergestellt, der Befehlsverlauf verschwindet und die Ausl\u00f6seanfrage wird aus den Zugriffslogs entfernt. Am 30. September tauchte ein Archiv mit CWPdoor auf VirusTotal auf, zusammen mit der Ebury-Backdoor \u2013 ohne eine einzige Erkennung. Der Zusammenhang mit Ebury ist noch unklar.<\/p>\n<p><strong>Was kann die Folge sein?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Angreifer f\u00fchrt aus der Ferne Befehle auf dem Hosting-Server aus und hinterl\u00e4sst in den Logs kaum Spuren. XLab z\u00e4hlte im vergangenen Monat mehr als 340.000 CWP-Instanzen im Internet. F\u00fcr MSPs und Hoster, die CWP als Alternative zu cPanel oder Plesk betreiben, kann ein einziges infiziertes Panel die Websites und Postf\u00e4cher s\u00e4mtlicher Kunden auf diesem Server gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p><strong>Was sollten IT-Administratoren jetzt tun?<\/strong><\/p>\n<p>Suchen Sie auf CWP-Servern nach dem Unix-Socket <code>ngx_http_integrity_helper<\/code>, verd\u00e4chtigen cwpsrv-Helper-Prozessen, der Zeichenfolge \u201eX-Ngx-Integrity\u201c in der Server-Binary sowie nach Dateien mit dem Namen cwpsrv.suspeito. Ist ein Server infiziert, spielen Sie eine legitime Binary zur\u00fcck, aktualisieren Sie CWP, rotieren Sie alle Passw\u00f6rter und Credentials des Panels und untersuchen Sie den Host auf weitere Malware. Schotten Sie die Verwaltungsoberfl\u00e4che von CWP vom offenen Internet ab.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">nach oben ^<\/a><\/p>\n<h4 id=\"digicert\">DigiCert legt Daten und Ausweisdokumente von Kunden \u00fcber exponiertes internes System offen<\/h4>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; margin: 0.5em 0 1em;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Schwachstelle<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Bei einer Servermigration im Februar 2025 wurde ein internes Unternehmenssystem von DigiCert ohne VPN im Internet erreichbar. Eine Self-Registration-Funktion und ein Autorisierungsfehler verschafften unbefugten Konten Lesezugriff auf archivierte Kundendaten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">CVE-Nummer<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Keine CVE vergeben<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Aktiv ausgenutzt<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Ja, ein unbefugtes Konto rief zwischen dem 27. Juni und dem 2. Juli 2026 Kundendaten ab; DigiCert best\u00e4tigte dies am 19. Oktober 2026<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; font-weight: 600; vertical-align: top; width: 160px;\">Patch verf\u00fcgbar<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #999; padding: 6px 10px; vertical-align: top;\">Nein, es handelt sich um einen Konfigurationsfehler. DigiCert hat die Self-Registration deaktiviert und den Zugriff eingeschr\u00e4nkt; betroffene Kunden werden seit dem 5. November 2026 informiert<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Wie wurde dies ausgenutzt?<\/strong><\/p>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/www.bleepingcomputer.com\/news\/security\/digicert-data-breach-exposes-customer-information-identity-documents\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BleepingComputer<\/a> war das System zuvor nur per VPN erreichbar. Im Juni 2026 bemerkte DigiCert unbefugte Konten und setzte Fixes um, behandelte den Vorfall jedoch zun\u00e4chst als Kontoproblem und nicht als Datenzugriff. Erst die Untersuchung vom 19. Oktober ergab, dass archivierte Daten abgerufen worden waren. Der Vorfall ist auch in einem <a href=\"https:\/\/bugzilla.mozilla.org\/show_bug.cgi?id=2084460#c2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Incident-Bericht bei Mozilla<\/a> dokumentiert. Laut <a href=\"https:\/\/www.security.nl\/posting\/960537\/Certificaatautoriteit+DigiCert+lekt+id-bewijzen+en+gegevens+van+klanten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Security.nl<\/a> verf\u00fcgten die Konten \u00fcber keine Multi-Faktor-Authentifizierung.<\/p>\n<p><strong>Was kann die Folge sein?<\/strong><\/p>\n<p>Betroffen sind Namen, gesch\u00e4ftliche E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Anschriften, bei einem Teil der Kunden zudem Kopien von Reisep\u00e4ssen, F\u00fchrerscheinen oder Versorgerrechnungen, die zur Validierung eingereicht wurden. Eine Zahl der betroffenen Kunden wurde nicht genannt. DigiCert erkl\u00e4rt, dass CertCentral und DigiCert ONE nicht kompromittiert wurden, Zugangsdaten und ausgestellte Zertifikate sicher bleiben und das unbefugte Konto weder \u00c4nderungen vornehmen noch Zertifikate ausstellen konnte. Die Daten lassen sich jedoch f\u00fcr gezieltes Phishing und Identit\u00e4tsbetrug nutzen.<\/p>\n<p><strong>Was sollten IT-Administratoren jetzt tun?<\/strong><\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie, ob Ihr MSP-Unternehmen oder Ihre Kunden Zertifikate bei DigiCert beantragen und ob dabei Ausweisdokumente eingereicht wurden. Achten Sie auf Benachrichtigungen von DigiCert im Postfach der Ansprechperson. Warnen Sie betroffene Kollegen und Kunden vor Phishing, das sich als DigiCert oder als Zertifikatsverl\u00e4ngerung ausgibt, und pr\u00fcfen Sie, ob die MFA-Einstellungen Ihrer CertCentral-Konten in Ordnung sind.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">nach oben ^<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OpenSSH-Bypass auf musl-Linux, eine APT-L\u00fccke in Ubuntu, die Backdoor CWPdoor in Control Web Panel und ein Datenleck bei DigiCert mit Ausweisdokumenten von Kunden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"mspb_bron_id":1169581,"mspb_url_nl":"https:\/\/mspbusiness.com\/security-en-privacy\/patchwork-vrijdag-6-november\/","mspb_url_de":"","mspb_url_en":"https:\/\/mspbusiness.com\/en\/security\/patchwork-friday-6-november\/","mspb_beeld_url":"https:\/\/mspbusiness.com\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/patchwork-R.png","mspb_beeld_klein":"https:\/\/mspbusiness.com\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/patchwork-R-400x225.png","mspb_auteur":"Redactie","mspb_beeld_alt":"","mspb_video":"","_yoast_wpseo_metadesc":"OpenSSH, Ubuntu APT, CWPdoor und DigiCert: vier Sicherheitsmeldungen vom 6. 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