IT-NachrichtenNews

Relined übernimmt Rotterdamer Glasfasernetz Glazen-Maas

Relined Fiber Network übernimmt Glazen-Maas, eine Beteiligungsgesellschaft der Stadt Rotterdam. Damit geht ein Dark-Fiber-Netz von rund 80 Kilometern in den Besitz des Netzbetreibers aus Vianen über. Das Netz wird an die landesweite Infrastruktur von Relined angebunden und bildet die Grundlage für ein neues Metronetz in Rotterdam.

Glazen-Maas war bislang eine Beteiligung der Stadt Rotterdam. Relined übernimmt die Anteile des Unternehmens. Der wichtigste Vermögenswert von Glazen-Maas ist die Netzinfrastruktur selbst. Mitarbeitende beschäftigt das Unternehmen nicht. Das Dark-Fiber-Netz umfasst rund 80 Kilometer Glasfaser im Stadtgebiet und verbindet nach Angaben von Relined bereits Dutzende Organisationen. Zum Kaufpreis macht Relined keine Angaben.

Relined und die Stadt arbeiteten bereits seit Längerem beim Betrieb und bei der Verfügbarkeit des Netzes zusammen. Mit der Übertragung des vollständigen Eigentums wird das Rotterdamer Netz Teil der landesweiten Infrastruktur von Relined.

Folgen für Bestandskunden

Laut Relined ändert sich für die bereits an das Netz angeschlossenen Organisationen nichts an ihren Verbindungen und Services. Das Unternehmen gibt an, unmittelbar in die Optimierung und Weiterentwicklung des Netzes zu investieren, ohne dabei Beträge zu nennen. Indem Eigentum, Betrieb und Weiterentwicklung bei einem landesweiten Netzbetreiber gebündelt werden, will Relined eine Grundlage für Kontinuität und künftige Investitionen schaffen.

Nach der Integration kann Relined über das Netz neben Dark Fiber auch WDM-, Ethernet- und Cloud-Connectivity-Dienste anbieten. Nach Angaben des Unternehmens erhalten Organisationen durch die Anbindung an das landesweite Netz mehr Möglichkeiten, Verbindungen und Datenrouten nach eigenem Bedarf zu gestalten. Darüber hinaus positioniert sich Relined als ergänzende Alternative für Rotterdamer Organisationen, die ihre Konnektivität auf mehrere Netzanbieter verteilen möchten.

Metronetz nach dem Vorbild Amsterdam und Frankfurt

Auf Basis des übernommenen Netzes startet Relined ein Metronetz in Rotterdam. Es funktioniert nach demselben Modell wie die bestehenden Metronetze des Unternehmens in Amsterdam und Frankfurt. Relined bietet Verbindungen auf Grundlage eines standardisierten Portfolios und einer festen Preisstruktur an, die das Unternehmen selbst als transparent bezeichnet. Für Anschlüsse innerhalb der bestehenden Abdeckung strebt Relined eine Lieferzeit von einer bis drei Wochen an. Diese Frist hängt von der technischen Machbarkeit und etwaigen Arbeiten vor Ort ab.

Das Unternehmen erklärt, das Netz verfüge über ausreichend Kapazität, um neben den Bestandskunden auch neue Organisationen anzuschließen. Relined erwartet, dass Unternehmen und Einrichtungen dadurch schneller neue Standorte erschließen, Kapazitäten erweitern und ihre Netzarchitektur anpassen können, wenn sich ihre Anforderungen ändern.

Rotterdam als nächster Schritt

Pieter Heestermans, CFO von Relined Fiber Network, erklärt, dass die Übernahme Rotterdam direkt mit dem landesweiten und internationalen Netz des Unternehmens verbindet. Bestandskunden behalten ihm zufolge ihre Services und erhalten zusätzlich Zugang zu einem größeren Netz und ergänzenden Diensten. Zudem entsteht laut Heestermans Raum, neue Organisationen anzuschließen.

Heestermans bezeichnet Rotterdam als logischen nächsten Schritt für das Unternehmen. Er verweist dabei auf die Konzentration international tätiger Unternehmen in der Region und auf die Rolle Rotterdams als wirtschaftlicher Knotenpunkt in Nordwesteuropa. Mit der Expansion will Relined seine Position als Konnektivitätspartner in der Region stärken.

Relined ist seit mehr als zwanzig Jahren als Anbieter digitaler Infrastruktur in Nordwesteuropa tätig. Das Unternehmen bietet Zugang zu mehr als 50.000 Kilometern grenzüberschreitender Dark Fiber in den Niederlanden, Deutschland und Dänemark. Darüber hinaus betreibt es die COBRA-Glasfaserverbindung zwischen den Niederlanden und Dänemark.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf Niederländisch bei MSP Business erschienen. Zum Originalartikel →