ESET ergänzt ESET HOME Security und ESET Small Business Security um eine KI-Sicherheitsschicht. Die neuen Funktionen prüfen laut Unternehmen unter anderem Links und Skripte in Antworten von Chatbots sowie die Aktionen von KI-Agenten. Hinzu kommen Bildschirmschutz im Browser, eine iOS-App und Web-Kontrolle für kleine Unternehmen.
ESET HOME Security richtet sich an Privatanwender, ESET Small Business Security an kleine Unternehmen. Beide Produkte erhalten eine KI-Sicherheitsschicht mit unter anderem AI Conversation Security, AI Agent Security und AI Behavioral Monitoring. Außerdem bringt ESET Browser Screen Protection, eine Sicherheits-App für iOS und einen Webfilter für Geschäftskunden auf den Markt.
Viktória Ivanová, Vice President Consumer & IoT bei ESET, erklärt, dass Cyberkriminelle KI bereits heute nutzen, um überzeugendere Betrugsmaschen und neue Angriffsmethoden zu entwickeln. Nach ihren Worten weitet ESET den Schutz auf die Bereiche aus, in denen Menschen arbeiten, surfen, kommunizieren und KI-Tools nutzen. Ivanová betont, dass das Unternehmen dabei die Sicherheit einfach und verständlich halten will.
Kontrolle von Chatbots und KI-Agenten
AI Conversation Security funktioniert zunächst mit ChatGPT. Die Unterstützung für Gemini und Copilot folgt später. Laut ESET prüft die Funktion URLs in Antworten von Sprachmodellen und warnt bei Links zu Phishing-Websites, schädlichen Quellen oder potenziell unerwünschten Quellen, bevor der Nutzer klickt. Auch Skripte, die ein Sprachmodell generiert, werden geprüft. Das Unternehmen will damit verhindern, dass Nutzer schädlichen Code auf ihrem Gerät ausführen.
AI Agent Security zielt auf KI-Agenten ab, die selbstständig Dateien öffnen und herunterladen. Laut ESET prüft die Funktion Dateien, Skripte und externe URLs, bevor sie ausgeführt oder geöffnet werden. AI Behavioral Monitoring arbeitet damit zusammen und überwacht das Verhalten der Agenten fortlaufend. Nach Angaben des Unternehmens sucht die Funktion nach ungewöhnlichen Aktionen, verdächtigen Zugriffsversuchen, abweichenden Verhaltensmustern und Downloads aus potenziell verdächtigen Quellen.
Darüber hinaus stellt ESET den AI Skills Checker kostenlos online zur Verfügung. Das Tool nutzt dieselbe Technologie wie AI Agent Security und scannt AI Skills, also Erweiterungen für KI-Tools, auf Hinweise auf schädliche Aktivitäten oder riskantes Verhalten. Diese Prüfung erfolgt, bevor Nutzer die Erweiterungen installieren.
Bildschirmschutz im Browser
Mit Browser Screen Protection will ESET sensible Daten beim Surfen abschirmen. Die Funktion blockiert laut Unternehmen nicht autorisierte Screenshots, Bildschirmaufnahmen und Bildschirmfreigaben. Zudem soll sie vor Malware schützen, die Informationen stiehlt oder Bildschirminhalte aufzeichnet. Als Anwendungsfälle nennt ESET Online-Banking, Online-Shopping und privates Surfen.
Sicherheits-App für iOS
Außerdem bringt ESET die App ESET Mobile Security for iOS in einer kostenlosen und einer Premium-Version heraus. Die kostenlose Version enthält Link Checker, der URLs anhand der ESET-Datenbank mit schädlichen Links überprüft. Device Scan gibt einen Überblick über den Sicherheitsstatus des Geräts, darunter unsichere Einstellungen und fehlende Sicherheitsberechtigungen. Device Settings Check prüft Einstellungen wie Bildschirmsperre, Benachrichtigungen und verfügbaren Speicherplatz für Updates.
Die Premium-Version ergänzt Anti-Phishing für Safari, das laut ESET schädliche Seiten blockiert, bevor sie geladen werden. Connection Security warnt vor riskanten oder ungesicherten WLAN-Netzwerken und ermöglicht es Nutzern, eine Liste vertrauenswürdiger Netzwerke anzulegen. Die App wartet noch auf die Freigabe durch Apple. Die Verfügbarkeit kann je nach Region variieren.
Web-Kontrolle für kleine Unternehmen
ESET Small Business Security erhält zudem eine Web-Kontrolle. Damit legen Administratoren fest, welche Websites Mitarbeitende aufrufen können. Der Zugriff lässt sich unter anderem für Seiten mit potenziell gefährlichen oder unangemessenen Inhalten, anstößigem Material, Inhalten, die geistige Eigentumsrechte verletzen, sowie Seiten einschränken, die die Produktivität beeinträchtigen können.
Dieser Artikel ist ursprünglich auf Niederländisch bei MSP Business erschienen. Zum Originalartikel →
