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Veeam startet weltweites Programm für souveräne lokale Dienstleister

Veeam kündigt das Sovereign Service Providers Program an, ein weltweites Partnerprogramm rund um Datensouveränität. Die erste Phase ist die Data Sovereignty Competency innerhalb des Veeam Cloud & Service Provider-Programms (VCSP). Dienstleister, die die Anforderungen erfüllen, sind für Kunden über ihr Partnerprofil erkennbar. Weitere Bausteine folgen im Laufe dieses Jahres.

Das Sovereign Service Providers Program verbindet die Datensicherungstechnologie von Veeam mit dem Wissen lokaler Dienstleister über Markt, Gesetzgebung und Geschäftsbetrieb. Nach Angaben von Veeam liefert das Unternehmen die Technik, um Daten gemäß lokalen Gesetzen und Vorschriften zu schützen. Die Partner bauen darauf Services auf, die den Anforderungen an Datenspeicherung, operative Kontrolle, Zugriffsverwaltung und Rechtshoheit entsprechen. Veeam betont, dass Kunden dabei keine Abstriche beim Schutz vor Cyberbedrohungen oder bei der Wiederherstellung nach einem Vorfall machen müssen.

Anforderungen für die Kompetenz

Dienstleister müssen unter anderem nachweisen, dass sie lokal tätig sind, die geltenden Gesetze und Vorschriften einhalten, Personal in der Region beschäftigen und klare Prozesse für das Datenmanagement anwenden. Zudem müssen sie darlegen, wie Kunden die Kontrolle über ihre Daten behalten und wie die Daten bei Störungen oder Vorfällen geschützt bleiben. Nur Anbieter, die diese Anforderungen erfüllen, kommen infrage.

Kunden finden zertifizierte Dienstleister über die Partnerprofile von Veeam, die Informationen zu Möglichkeiten im Bereich Datensouveränität, regionaler Abdeckung und Kompetenzstatus enthalten. Die neue Kompetenz ergänzt die bestehenden VCSP-Kompetenzen. Kunden können Datensouveränität dadurch beispielsweise mit Disaster Recovery as a Service und externen Backups kombinieren.

Veeam weist darauf hin, dass die Anerkennung bestätigt, dass ein Dienstleister die Programmanforderungen erfüllt. Die Kunden bleiben selbst dafür verantwortlich, ihre rechtlichen Verpflichtungen, regulatorischen Vorgaben und Risiken zu prüfen und deren Einhaltung sicherzustellen.

Technologie und Betrieb

Michelle Graff, Senior Vice President Global Partnerships bei Veeam, erklärt, dass Souveränität durch die regionalen behördlichen, gesetzlichen, regulatorischen und operativen Anforderungen jedes einzelnen Kunden bestimmt wird. Ob diese erfüllt werden, hängt ihr zufolge sowohl von der Technologie als auch von der Art und Weise ab, wie ein Service betrieben wird. Graff sieht das Programm als Möglichkeit, beide Aspekte zusammenzuführen: Veeam liefert die technische Grundlage, die lokalen Partner bringen das souveräne Geschäftsmodell und die Governance-Expertise ein. Die Kompetenz bietet Kunden laut Graff eine klarere Möglichkeit, Anbieter zu erkennen, die in beide Aspekte investiert haben.

Tim Pfaelzer, General Manager und Senior Vice President EMEA bei Veeam, sagt, dass sich Souveränität in Europa von einer Compliance-Frage zu einer strategischen geschäftlichen Notwendigkeit entwickelt hat. Laut Pfaelzer wünschen sich Organisationen, die mit zunehmender Regulierung konfrontiert sind und ihre KI-Initiativen skalieren, mehr Gewissheit darüber, wo ihre Daten liegen, wer darauf zugreifen kann und welches Recht gilt.

Regulierung und KI

Veeam stellt das Programm in den Kontext strengerer Anforderungen an Data Residency, Zugriff, Kontrolle, Portabilität und Rechtshoheit. Während Datensouveränität früher vor allem für die öffentliche Hand und stark regulierte Branchen eine Rolle spielte, erwartet das Unternehmen, dass künftig mehr Organisationen nachweisen müssen, dass sie die Kontrolle über ihre Daten haben. Das Analystenhaus Gartner beschreibt in seinem Hype Cycle for Digital Sovereignty, 2026 digitale Souveränität als zunehmend wichtiges Thema auf Führungsebene, auch infolge anhaltender geopolitischer Spannungen.

Das Unternehmen verweist zudem auf eine eigene Untersuchung zu KI-Workflows in EMEA-Organisationen. Demnach arbeiten bei 70 Prozent der Organisationen KI-Workflows ohne vollständige Aufsicht mit sensiblen Unternehmensdaten. Darüber hinaus geben 67 Prozent an, dass Mitarbeitende autonome KI-Workflows einrichten, die IT-Teams nicht vollständig nachverfolgen können.

Nächste Phasen

Die Data Sovereignty Competency ist die erste Phase der Einführung. Veeam plant, dem Programm im Laufe dieses Jahres weitere Bausteine hinzuzufügen. Details will das Unternehmen bekannt geben, sobald diese marktreif sind.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter Untersuchung zu KI-Workflows in EMEA-Organisationen.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf Niederländisch bei MSP Business erschienen. Zum Originalartikel →