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Fortinet stellt FortiLink SASE Service für kleine Standorte vor

Fortinet bringt die FortiLink SASE Service auf den Markt. Der Dienst bindet lokale Netzwerke an kleinen und verteilten Standorten über Access Points und Switches von Fortinet an FortiSASE an. Laut Unternehmen ist dafür keine FortiGate-Firewall vor Ort nötig, und Geräte müssen keinen eigenen Endpoint-Agent ausführen. Netzwerkverwaltung und Sicherheitsrichtlinien laufen über eine einzige Konsole.

Mit der FortiLink SASE Service erweitert Fortinet seinen cloudbasierten Sicherheitsdienst FortiSASE auf lokale Netzwerke. Der Dienst richtet sich an kleine Niederlassungen, entfernte Standorte und temporäre Niederlassungen. Kabelgebundene und drahtlose Geräte an diesen Standorten werden über die Cloud abgesichert und verwaltet, wobei Netzwerkverwaltung und Sicherheit laut Fortinet über eine einzige Konsole erfolgen.

Anbindung über Access Points und Switches

Die Verbindung zu FortiSASE erfolgt über unterstützte WLAN-Access-Points und Ethernet-Switches von Fortinet. Das lokale Netzwerk wird damit als Ganzes an den SASE-Dienst angeschlossen. Fortinet zufolge ist deshalb vor Ort keine FortiGate-Firewall erforderlich. Die Inspektion des Netzwerkverkehrs, die Durchsetzung der Sicherheitsrichtlinien und die Verwaltung finden zentral statt.

Ein wichtiger Bestandteil der Ankündigung ist, dass Geräte keinen eigenen Agent ausführen müssen. Fortinet gibt an, dass der Dienst auch Geräte schützt, auf denen FortiClient, der Endpoint-Agent des Unternehmens, nicht laufen kann. Als Beispiele nennt das Unternehmen Drucker, Kameras und IoT-Geräte, neben den Geräten, die Mitarbeitende selbst nutzen.

Drei Vorteile laut Fortinet

Das Unternehmen nennt drei Vorteile. Erstens lassen sich laut Fortinet mehr Geräte schützen, weil die Absicherung auf Netzwerkebene statt auf dem Gerät selbst erfolgt. Zweitens werde die Implementierung einfacher, da komplette LAN-Umgebungen in einem Schritt an FortiSASE angebunden werden – ohne Agent pro Gerät oder Sicherheitshardware pro Standort. Drittens erwartet Fortinet, dass die zentrale Verwaltung von Netzwerkgeräten und Sicherheitsrichtlinien die operative Komplexität in verteilten IT-Umgebungen verringert.

Ausgerichtet auf die Thin Edge

Fortinet positioniert den Dienst als Teil seines Ansatzes für die sogenannte Thin Edge: kleine Standorte mit begrenzter lokaler Infrastruktur und wenigen IT-Ressourcen vor Ort. Die FortiLink SASE Service basiert auf der Netzwerk- und Sicherheitsarchitektur des Unternehmens, in der Netzwerkgeräte und Sicherheitsdienste aufeinander abgestimmt sind. Laut Fortinet erstreckt sich der Schutz damit von einzelnen Endpoints bis hin zu kompletten Microbranch-Umgebungen.

Anthony James, EVP Marketing bei Fortinet, erklärt, dass Organisationen Flexibilität bei der Absicherung verteilter Standorte benötigen, vor allem dort, wo separate Sicherheitsinfrastruktur oder die Installation von Agents nicht praktikabel ist. Laut James will Fortinet mit der Erweiterung von FortiSASE auf lokale Netzwerke Nutzer und Geräte schützen und dabei die zentrale Kontrolle über die Sicherheitsrichtlinien erhalten.

Offene Fragen

In der Ankündigung nennt Fortinet nicht, welche Access Points und Switches genau unterstützt werden. Ebenso fehlen Informationen zu Preisen, Lizenzbedingungen und dazu, wie Partner den Dienst anbieten können. Wer FortiSASE bereits bezieht oder Fortinet-Netzwerkhardware bei Kunden im Einsatz hat, sollte daher beim Unternehmen klären, welche Hardware kompatibel ist und wie der Dienst lizenziert wird.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf Niederländisch bei MSP Business erschienen. Zum Originalartikel →